Filmfans online | HOME | |
NEWS |
|
KINO | |
|
|
FILM | |
|
|
|
|
CHARTS | |
|
|
SERVICE |
|
COMMUNITY | |
|
|
Celluloid Dreams | |
|
|
|
KONTAKT | |
|
|
| /TD> |
|
 | Alibi - Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher! |  | | |
The Alibi, 2006 | |
|  |
| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Matt Checkowski, Kurt Mattila |
| Drehbuch: |
Noah Hawley |
| Darsteller: | Steve Coogan, Rebecca Romijn, James Marsden u.a. | | Verleih: | Tobis Film | | Genre: | Drama/Komödie/Romanze | | Länge: | 91 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Alibi - Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher!" | 
|
 |
 |
 |
|
|
Inhalt:
„Einer von vier Männern betrügt seine Frau und eine von zehn Frauen betrügt ihren Mann.“ Aus dieser Statistik möchte Ray Elliott (Steve Coogan) Profit schlagen. Seine Geschäftsidee: Eine Agentur für organisierte Seitensprünge. Das Geschäft boomt und Ray konnte sich bereits zahlreiche, vermögende Persönlichkeiten als Klienten an Land ziehen und auch seine neue Assistentin Lola Davies (Rebecca Romijn) scheint ein wahrer Glücksgriff.
Sieht nicht nur gut aus: Assistentin Lola.
Als Ray dem jungen Wendell Hatch (James Marsden) ein Alibi verschaffen soll und aus diesen Gründen kurzzeitig die Identität mit seinem neuen Klienten tauscht, ahnt er zunächst nichts Schlimmes. Jedoch tötet Wendell versehentlich seine kleine Affäre und von nun an sind der Freund des Opfers, der Vater des Täters und ein skrupelloser Auftragskiller hinter Ray her. Doch zum Glück hat dieser noch einige Asse im Ärmel. |
|
| Kritik:
Längst ist es überfällig eine Thematik wie Fremdgehen in einem Film zu verwursten, denn spätestens seit „Hitch - Der Date Doktor“ liegt diese Idee offen auf der Hand. Schließlich ist die Grundidee von „Alibi“ nur der logische Gegenpol zum Beziehungsdoktor. Umso verwunderlicher ist es, dass der Streifen von Checkowski und Mattila schon seit 2004 in den Schubladen von Tobis Film Staub ansetzt. Nun, zwei Jahre später, kommt das Filmchen, dass als lockerer Betrugsspaß beginnt, sich aber mehr und mehr zu einer schwarzhumorigen Gaunerkomödie mausert, in die deutschen Kinos und beim Ansehen stellt sich heraus, dass sich Plus- und Minuspunkte kompromisslos die Waage halten.
Steckt in der Klemme: Ray.
Zum einen ist auffällig, dass sich die Macher für eine relativ kleine Produktion einen hervorragenden Cast zusammengeschustert haben, von dem der ein oder andere Regisseur nur fantasieren kann. Neben den bereits oben genannten Stars geben sich auch Selma Blair, als naives Luder, John Leguizamo, als Ghetto-boy und James Brolin, als aufgeblasener Millionär die Ehre. Das Problem hierbei ist nur, dass keinem der Darsteller die Möglichkeit geboten wird sein Können zu entfalten. Checkowski und Mattila sind sichtlich damit überfordert ihren Figuren eine persönliche Note zu verleihen, was in erster Linie daran liegt, dass extrem viele Charaktere eine tragende Rolle in „Alibi“ spielen. Aber statt sich dann auf wenigstens eine handvoll Protagonisten zu konzentrieren, hat man es dann lieber ganz gelassen und nur eine konkrete Regieanweisung erteilt: Hauptsache ihr kommt cool rüber (einzige Ausnahme bildet Frau Blair). Folglich wirken alle Personen, einschließlich der Hauptfiguren Coogan und Romijn, oberflächlich und eindimensional und der Film insgesamt etwas emotionslos. Der stark unterkühlte Soundtrack tut das übrige um den Streifen von jeglichen Emotionen auszuschließen, was im Endeffekt aber auch kein Beinbruch ist, denn wenn die Coolness tatsächlich an erster Stelle kommen sollte, erledigt „Alibi“ seine Aufgabe vortrefflich.
Ein echtes Traumpaar: Selma Blair und Steeve Coogan.
Wie zu erwarten hat die kleine Gangsterkomödie auch einige Wendungen auf Lager, um nicht zu sagen, dass die Szenen, in denen die Handlung mal nicht komplett umgekrempelt wird, relativ rar sind. Manche Zuschauer könnten behaupten, dass die Story von „Alibi“ reichlich überladen ist und tatsächlich fällt es an manchen Stellen schwer, den Überblick zu behalten. Der Streifen ist sicherlich kein Film, bei dem man mal 2 Minuten die Toilette aufsuchen könnte. Schuldig können sich hierbei auch wieder die Charaktere zeichnen, denn vor allem die sind nach einer Weile nur schwer zu zuordnen. Ein unaufmerksames Publikum also, dass mal einen Plotzwist übersieht, hat schnell den Anschluss verloren und verbringt den Rest des Films in gähnender Langeweile. Wer sich allerdings die Mühe macht 90 Minuten die Konzentration aufrecht zu erhalten und der Handlung gespannt zu folgen, wird belohnt. Die einfallsreichen Umschwünge müssen sich keines Falls hinter größeren Kollegen wie „Ocean´s eleven“ verstecken. Vor allem der gewitzte Showdown, bei dem Ray alle beteiligten Personen an einem Ort zusammentrommelt und jene dann geschickt gegeneinander ausspielt, ist überaus gelungen. Andererseits ist das Finale auch reichlich hanebüchen, denn eine derartige Aneinaderreihung von skurrilen Begebenheiten ist, selbst durch die beste Planung, nicht logisch zu bewerkstelligen, was aber auch hier nicht weiter stört, denn unterhaltsam ist das Ganze allemal.
Was wird da schon wieder getuschelt?
Natürlich ist „Alibi“ letztendlich nur was er ist: Ein kleiner, schwarzhumoriger Spaß, dem es eindeutig an Esprit fehlt, was auch dem etwas unbeholfenen Erzählstil unmissverständlich anzusehen ist. Als DVD-Erstveröffentlichung wäre der Film um einiges besser bedient gewesen, denn so wäre ihm die Möglichkeit geblieben, sich zu einem kleinen Geheimtipp in den Videotheken hoch zu arbeiten. Im Kino ist er eindeutig fehl am Platz und wird wohl untergehen, auch wenn er das nicht verdient hat. Sicherlich erreicht er alles in allem nicht das hohe Niveau eines wie genannten „Ocean´s eleven“ oder dessen gelungene Fortsetzung, wofür sich in erster Linie die doch recht unerfahrenen Regisseure verantwortlich fühlen sollten. Aber immerhin bewegt er sich doch noch knapp über dem Durchschnitt. |
| | Fazit: „Alibi“ ist eine durchaus sehenswerte Gaunerkomödie, die mit einem netten Handlungskonstrukt, vielen Wendungen und einer hervorragenden Besetzung beeindruckt, solange man sich darauf einlässt. Für einen Besuch im Kino ist er allerdings nur bedingt zu empfehlen und man ist sicherlich besser damit bedient auf die Erscheinung in den Videotheken zu warten. |
|
|
|
|
 | |  |
Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!
|
|
|
|
Anzeigen:
NEWSLETTER |
Immer auf den neuesten Stand mit CD...
|
|
|
|
VOTE FOR US |
 |
|
|