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Aeon Flux

 

Aeon Flux, 2005

 
Poster zu 'Aeon Flux' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Karyn Kusama („Girlfight“)
Drehbuch: Phil Hay, Matt Manfredi
Darsteller:Charlize Theron, Jonny Lee Miller, Marton Csokas u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Abenteuer/Action/Drama/Sci-Fi/Thriller
Länge:93 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


400 Jahre in der Zukunft: 99 Prozent der Menschheit sind ausgerottet. Vernichtet von einer heimtückischen Seuche. Die einzige Zuflucht der Überlebenden: der eingemauerte Stadtstaat Bregna, der streng von einer Partei von Wissenschaftlern regiert wird. Hier gibt es das perfekte Leben in perfekter Harmonie, das geradezu nach einer perfekten Revolution schreit.

Bild 1 zu Aeon Flux
Ist das totalitäre Paradies Bragna wirklich so perfekt, wie es scheint?

Als das Cybergirl Aeon Flux (Charlize Theron, „Kaltes Land“), Top-Agentin einer Untergrundbewegung, den Regierungschef töten soll, steigt sie hinab in die dunkelsten Tiefen dieser scheinbar so märchenhaften Welt. Was sie dort entdeckt, bringt ihr Bild gehörig ins Wanken. Plötzlich scheint nichts mehr, wie es war. Ist es die richtige Seite, auf der sie steht?

Kritik:


Zur Wende hat Altkanzler Helmut Kohl dem Osten „Blühende Landschaften“ versprochen. Und nun, über fünfzehn Jahre später, hat sich dieser Traum dank der Designer und Architekten von „Aeon Flux“ zumindest im Filmstudio Potsdam-Babelsberg verwirklicht. Riesige, künstlerisch gestaltete Parkanlagen (CGI) verschmelzen mit kalten, in einem übertriebenen Feng-Shui-Stil eingerichteten Designerhäusern und einem altertümlichen Schloss Sanssouci im Hintergrund zu einer „Schönen Neuen Welt“. Herrin dieses Comic-Universums um die Heldin „Aeon Flux“ ist mit Karyn Kusama („Girlfight“) überraschenderweise eine Regisseurin aus dem Independent-Bereich geworden. Trotzdem wurde mehr Wert auf den Look, selbst die Actionsequenzen erinnern eher an „Schöner wohnen“ als an ein Kampfsportmagazin, als auf die Charakterzeichnung gelegt.

Bild 2 zu Aeon Flux
Der böse kleine Bruder: Jonny Lee Miller als Oren Goodchild.

Trotz des ganzen Ausstattungs-Wahns lebt „Aeon Flux“ vor allem von seinem Star. Als gelenkige Widerstandskämpferin beschränken sich Charlize Therons Leistungen im Gegensatz zu ihren Charakterrollen in „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ oder „The Life and Death of Peter Sellers“ zwar auf Hochgeschwindigkeits-Verrenkungen und das Präzise ins Gesicht hängen lassen einer Haarsträhne, diese Aufgaben aber erledigt sie mit Bravour und überzeugt trotz scheinbarem Mimik-Verbots durch eine starke Präsenz. Der Vergleich mit Halle Berry in ihrem ledernen Cat-Suite ist um Längen gewonnen und auch gegen Natalie Portman im kommenden „V for Vendetta“ hat Theron im Streit der Comic-Heroinen durchaus ihre Außenseiterchancen. In Therons Schein verblassen die ohnehin nur eindimensional angelegten Nebenfiguren noch mehr. Marton Csokas („Königreich der Himmel“), der große Herrscher über Bregna, kommt über den Status eines gutaussehenden Spielzeugs für Aeon nicht hinaus und Jonny Lee Miller („Mindhunters“) wirkt als gemeines Schwein eher mucksch als böse. Für Fans deutscher Fernsehserien hat „Bis in die Spitzen“ Hauptdarsteller Ralph Herforth eine kleine Rolle als obercooler Rebellenkämpfer, der aber auch genauso cool den Löffel abgibt.

Bild 3 zu Aeon Flux
Die zwölf Jahre Ballettunterricht machen sich für Theron endlich bezahlt.

„Aeon Flux“ basiert auf der gleichnamigen MTV-Animationsserie, mit der Schöpfer Peter Chung Mitte der 90er Jahre Comic-Unterhaltung für Erwachsene schaffen wollte. Auch in der Leinwandversion gibt es trotz comichaft überzeichneten, unblutigen Actionsequenzen zumindest im Hintergrund etwas für die Generation 15+ zu entdecken. Dem Überwachungsstaat-Klassiker „1984“ kann „Aeon Flux“ zwar nur optisch, in Form verflüssigter Videobilder, etwas hinzufügen, aber trotzdem ist die ein oder andere gelungene Anspielung durchaus vorhanden. So zum Beispiel der Spruch eines zunächst rebellischen Senatsmitglieds, das aber nach der Tötung ihres Anführers zu Trevor Goodchild mit folgenden Worten zurückgekrochen kommt: „Wir sind vieles, aber Anarchisten sind wir nicht. Wir brauchen Befehle.“ Und wenn im Showdown ein Luftschiff beim Absturz die Hochhäuser nur leicht streift und stattdessen die Bregna umschließende Mauer niederreißt, verlässt „Aeon Flux“ erfreulicher Weise sogar den Bereich der Eindeutigkeit. Nebenbei: Die Szenen, die vor der Seuche spielen, wurden in Berlin gedreht. Bregna – Mauer – Berlin. Zufall?

Bild 4 zu Aeon Flux
Im Gegensatz zu „Monster“ beweist Theron hier keinen Mut zur Hässlichkeit.

Was „Aeon Flux“ neben der wenig abwechslungsreichen Inszenierung am meisten runterzieht, ist die misslungene Dramaturgie. In der ersten Hälfte werden die Szenen aus dem Trailer einfach länger ausgeführt, was aber nicht sonderlich stört. Die Action ähnelt sich nicht zu sehr und die Geheimnisse um die shakespeareschen Komplotte am Hofe lichten sich stetig. In der zweiten Hälfte kommt dann aber so gar nichts Neues, statt der coolen Kampfsequenzen gibt es nur noch uninteressante Ballereien und die Story ist auch durch. Und der neben der stylishen Action zweite Grund, zumindest für einen Mann, sich den Film anzusehen, folgt auch einem merkwürdigen Spannungsbogen: Im Verlauf des Films hat Theron nach und nach immer mehr an.

Fazit:


Trotz dramaturgischer Mängel doch eine der interessanteren Comicverfilmungen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

05.01.2006

Aufgerufen:

73141 Mal

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