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Adaption

 

Adaptation, 2002

 
Poster zu 'Adaption' kaufen
deutscher Start:2003
Herstellungsland:USA
Regie:Spike Jonze ("Yeah Right!")
Drehbuch: Susan Orlean, Charlie Kaufman, Donald Kaufman
Darsteller:Nicolas Cage, Meryl Streep, Chris Cooper u.a.
Verleih:

Sony Pictures Releasing
Genre:

Drama/Komödie
Länge:115 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Drehbuchautor Charlie Kaufman (Nicolas Cage) wird mit der undankbaren Aufgabe betraut, aus einem Buch über Orchideen einen Film zu machen. Während er nach endlosen Schreibblockaden auf immer absurdere Ideen kommt, steigt auch sein Zwillingsbruder Donald (ebenfalls Cage) ins Drehbuch-Geschäft ein und schreibt ein völlig absurdes Script, dass zu Charlies Entsetzen auch noch Erfolg zu haben scheint.

Bild 1 zu Adaption
Zwei Brüder und zwei Script-Philosophien: Donald und Charlie Kaufman.

Der findet derweil bei seinen Recherchen heraus, dass die Autorin seines Orchideen-Buchs Susan Orlean (Meryl Streep) noch immer engen Kontakt zur Hauptperson ihres Buches, dem Orchideen-Experten John LaRoche (Chris Cooper) hat.

Kritik:


Charlie Kaufman hat wieder zugeschlagen. Nach „Being John Malkovich“ und „Human Nature“ liefert der verrückteste Drehbuchschreiber Hollywoods seine nächste Meisterleistung ab. In Adaptation lässt er sich selbst zur Hauptfigur werden und macht den Akt des Drehbuchschreibens zum Film. So geht es in Adaptation schließlich um einen Drehbuchautor, der sich selbst in sein Drehbuch schreibt, welches wiederum davon handelt, dass ein Drehbuchautor sich in sein eigenes Drehbuch schreibt... und so weiter.
Nicolas Cage spielt Charlie Kaufman und dessen (fiktiven, aber dennoch in den offiziellen Credits auftauchenden) Zwillingsbruder Donald und beweist damit einmal mehr, dass er zu den facettenreichsten Schauspielern Hollywoods gehört. Während Donald die Frauen zu Füßen liegen, fängt Charlie an zu schwitzen, sobald sich das andere Geschlecht auch nur im Mindesten für ihn zu interessieren scheint. Auch im Beruf läuft es für Charlie nicht gerade prächtig: Er hat Mühe, das Buch „The Orchid Thief“ für die Leinwand zu adaptieren, da „noch nie jemand einen Film über Blumen gemacht hat“. Trotz allem beginnt Charlie seine Recherchen und beginnt, sich für den Stoff zu interessieren.

Bild 2 zu Adaption
Der untalentierte Donald kommt bei den Frauen an.

In einer Rückblende erfahren wir nun von einer weiteren Recherchearbeit, die einige Jahre zuvor stattfand: Susan Orleans, Reporterin des New Yorker, macht sich auf die Suche nach John LaRoche, dem berühmten Orchideenforscher, um ihn für einen Artikel zu befragen. Dessen seltsamer und exzentrischer Charakter bringt Orlean schließlich auf die Idee, das Buch zu schreiben, das Charlie jetzt verfilmen soll. Der verzweifelt mittlerweile so an dem Stoff, dass er beginnt, sich selbst ins Script zu bringen und Hilfe von seinem Bruder Donald annimmt, der ihn mit pseudo-klugen Ratschlägen aus Drehbuchseminaren „unterstützt“ und an einem eigenen Script für einen Actionfilm schreibt.
Die Szenen, in denen Charlie seinem Bruder zu erklären versucht, wie schlecht dessen Drehbuch eigentlich ist, gehören zu den komischsten des Films – eine alles andere als versteckte Parodie auf die immer absurder werdenden Stories der großen Hollywood-Blockbuster. Als Donalds Script schließlich auch noch Erfolg hat und Charlie auf Empfehlung seines Bruders ein Drehbuch-Seminar besucht, ist er wohl an seinem persönlichen Tiefpunkt angekommen und wir alle leiden mit ihm.

Bild 3 zu Adaption
John LaRoche (Chris Cooper) auf der Suche nach neuen Orchideen.

„Adaption“ ist das vielleicht originellste Drehbuch aller Zeiten und glücklicherweise steht die Inszenierung der genialen Story in nichts nach. Erneut hat sich Regisseur Spike Jonze der Verfilmung des Kaufman-Stoffes angenommen, eine Kombination, die auch schon bei „Being John Malkovich“ zum Erfolg führte. Komplettiert wird das Werk durch einen hervorragenden Cast, allen voran Nicolas Cage, der sowohl die komische als auch die tragische Seite seiner beiden Charaktere hervorragend akzentuiert. Aber auch Chris Cooper und Meryl Streep liefern eine tolle Leistung ab, für die letztere auch völlig zu Recht den Oscar für die beste Nebenrolle bekam. Sie begeistert als Susan Orlean, dem wohl traurigsten Charakter der Geschichte. Der Star des Films ist dennoch das Drehbuch, welches mit großartigen Dialogen, wunderbarer Komik und einer Originalität aufwartet, wie man sie selten gesehen hat. Im Verlauf des Schreibens merkt Kaufman, dass sein vermeintlich primitiver Bruder Recht hat und er um einen actionreichen Hollywood-Schluss nicht herumkommen wird. Und so bietet auch die Schlussviertelstunde in Adaptation einen Showdown samt Tierangriffen und Verfolgungsjagd.

Bild 4 zu Adaption
Die Autorin des Orchideen-Buchs Susan Orlean (Meryl Streep).

Nie zuvor hat ein Film den Zuschauer am eigenen Entstehungsprozess so teilhaben lassen wie Adaption. Wenn Kaufman als Filmfigur die Idee bekommt, sein eigenes Leben ins Drehbuch zum Orchideen-Film zu schreiben und wir als Zuschauer dabei merken, dass auch der echte Charlie Kaufman genau diese Idee irgendwann gehabt haben muss – schließlich sehen wir diese Filmszene gerade – wird einem schwindlig vom Denken. Dem ganzen Film-Team ist hier ein leider zu wenig beachtetes kleines Meisterwerk gelungen, in dem Charlie Kaufman einen weiteren Beweis seiner Genialität liefert und alle Darsteller zu Höchstform auflaufen. Susan Orlean erzählt im Film von ihrem Verlangen nach Leidenschaft, nicht in Form von Liebe, sondern vom Gefühl, irgendeiner Sache – und sein es Orchideen – komplett hingegeben zu sein. Kaufman kennt diese Leidenschaft nur vom Schreiben – und merkt schließlich, mit wieviel Macht er dadurch eigentlich ausgestattet ist. Er verfasst sein eigenes Leben.

Fazit:


Das Team Kaufman/Jonze übertrifft die erste Zusammenarbeit „Being John Malkovich“ noch einmal und kreiert einen genial konstruierten Film, der durch eine schöne Inszenierung, wunderbar aufspielende Darsteller und nicht zuletzt dem fabelhaften Drehbuch zu einem echten Meisterwerk wird, das als solches leider immer noch nicht gut genug gewürdigt wurde.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Till

Eingetragen am:

23.02.2006

Aufgerufen:

8119 Mal

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