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 | Ab durch die Hecke |  | | |
Over the Hedge, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Tim Johnson ("Antz"), Karey Kirkpatrick ("Chicken Run") |
| Drehbuch: |
Michael Fry (Comic Strip), T. Lewis(Comic Strip), Len Blum |
| Darsteller: | Keine Schauspieler | | Verleih: | UIP | | Genre: | Animation/Komödie/Familienfilm | | Länge: | 83 Minuten | | FSK:
| ab 0 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Ab durch die Hecke" | 
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Inhalt:
Frisch aus dem Winterschlaf erwacht, werden die tierischen Waldbewohner um deren Anführer, die Schildkröte Verne, von einer Überraschung erwartet: An der Waldgrenze ist plötzlich eine riesige Hecke zu finden. Dahinter befindet sich eine Wohnsiedlung voller seltsamer Zweibeiner. Die Tiere bangen um ihre Existenz, da die Nahrung im Wald knapp wird, bis der listige Waschbär Richie auftaucht.
Oh Graus! Ein furchtbares Ding offenbart sich den Freunden an der Waldgrenze.
Dieser versucht die Freunde dazu zu überreden die Nahrung einfach von den Menschen zu stibitzen. Was sie allerdings nicht ahnen: Richie will sie übers Ohr legen, da er dem fiesen Bären Vincent noch jede Menge Nahrungsmittel schuldet. |
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| Kritik:
Was waren das noch Zeiten, als die meisten Trickfilme noch von Disney kamen, aufwändig von Hand gezeichnet wurden und diese ausschließlich für Kinder gemacht waren. Jene waren lediglich von moralischen Grundsätzen wie Familien- und Freundschaftsverhältnissen geprägt und nie bedacht, sich mit wirklich kritischen Themen auseinander zusetzen. Heutzutage ist die Sachlage etwas anders. Mit der Geburt der Animationsfilme bemühte man sich nicht nur die Zuschauer visuell zu beeindrucken, sondern der ganzen Sache an der ein oder anderen Stelle auch eine gewisse, inhaltliche Tiefe zu verleihen, um die Filmchen auch der Ü12-Fraktion schmackhaft zu machen. Für Filme dieser Art waren meist DreamWorks verantwortlich, die Disney/Pixar inzwischen das Wasser reichen können und mit „Antz“ mit leichter Sozialkritik aufwarteten bzw. „Shrek“ mit witzigen Film- und Märchenzitaten spickten. Dann folgte „Madagascar“ und nun kommt „Ab durch die Hecke“.
Werden schnell zu guten Kumpels: Richie und Hammy.
Herumtollende Tiere in einer Wohnsiedlung klingen zunächst nicht annährend so spektakulär wie Abenteuer in der Eiszeit („Ice Age“) oder die Suche nach dem Sohnemann in der unendlichen Weite des Meeres („Findet Nemo“), aber weitgefehlt. Die Macher schleudern die schnuckeligen Helden immer wieder in neue ebenso witzige und einfallsreiche, wie spannende Situationen. Noch einfallsreicher endet da oft die Auflösung, wie zum Beispiel zum großen Finale, wenn das Eichhörnchen Hammy buchstäblich die Welt anhält um seine Freunde aus ihrer misslichen Lage zu retten. So schwingt sich dann die Story von einem Höhepunkt zum anderen und sorgt für einen Kinospaß für Groß und Klein. Kein Lacher geht verloren. Sowohl die kleinen, als auch die großen Gags zünden und treffen voll ins Schwarze. Verantwortlich dürfen sich hierfür in erster Linie die putzigen Charaktere zeichnen. Jeder Animationsfilm braucht seine Kultfigur. In Ice Age war es der nüssejagende Scrat, in Shrek war es Esel und im vorliegenden Fall ist es der hyperaktive Hammy, der heimliche Star von „Ab durch die Hecke“. Egal was der Kleine angeht, es endet als fiese Attacke auf das Zwerchfell des Zuschauers. Aber auch seine Gefährten dürfen nicht unterschätzt werden. Anführer Verne (seit wann leben Schildkröten eigentlich im Wald?) spürt kommende Bedrohungen in seinem Schildkrötenschwanz, der Opposumvater stellt sich bei dem kleinsten Anflug von Gefahr tot und die temperamentvolle Stinktierdame Stella hat im späteren Verlauf noch ihren großen Auftritt als Katzenlady. Alle Charaktere, selbst die kleinsten Nebenrollen solange es Tiere sind, sind ein Unikat mit ihren liebenswerten Marotten und Eigenarten. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Superstars wie Bruce Willis, William Shatner, Nick Nolte und Avril Lavigne Schlange standen, um den Tieren ihre Stimme zu leihen. In der deutschen Synchronisation übernahmen diesen Part u.a. Bernhard Hoecker, Ralf Schmitz, Götz Otto und Jeanette Biedermann.
Die 3 Bösewichte an einem Ort versammelt.
Die Animation der Tiere ist wie zu erwarten makellos. Mit viel Liebe zum Detail werden die kleinen Charaktere auf die Leinwand gezaubert, wobei wie bereits bekannt, jedes Härchen sich realitätsgetreu in den Wind legt, jeder mimische Ausdruck genau den Menschen nachempfunden wurde und jede Bewegung absolut glatt verläuft. Bei den Tieren ist wirklich nichts zu bemängeln, anders sieht es da schon bei den Menschen aus. Deren Bewegungen wirken oft ungelenk und nicht authentisch. Auch in der Ausarbeitung zum Beispiel bei den Haaren oder im Gesicht steckt lange nicht so viel Liebe und Mühe wie bei den Waldbewohnern. Schade, wo es doch besser möglich ist, wie wir bei Animationsfilmen wie „Final Fantasy“ schon gesehen haben.
Die tierischen Helden plündern die Wohnsiedlung.
Was den Anspruch angeht bewegt sich „Ab durch die Hecke“ irgendwo zwischen dem kindlich-naiven „„Madagascar“ und den pfiffigen Zitaten von „Shrek“, wobei dies ganz anders aussehen könnte. Denn im Gegensatz zur bissigen Vorlage, eine Comicreihe aus den 90er, wirkt die Sozialkritik wesentlich zurückhaltender. Die Menschen werden aus der Welt der Tiere beäugt, wobei besondere Aufmerksamkeit auf das verschwenderische Konsumverhalten gelegt wird. Dies geschieht jedoch bei weitem zu harmlos. Das Thema wird lediglich in 2 Minuten amüsant abgehandelt, nämlich dann wenn Richie seinen neuen Freunden erstmalig die Siedlung vorführt. Danach wird die Problematik weitestgehend unter den Teppich gekehrt und die Macher Tim Johnson und Karey Kirkpatrick konzentrieren sich auf ihre rasanten Slapstickeinlagen. Der Zeigefinger wird quasi erhoben, aber ohne Klaps auf den Hinterkopf wieder eingezogen. Wenn man schon eine Gesellschaftskritik in einem Animationsfilm unterbringen möchte, dann doch bitte richtig. „Ab durch die Hecke“ bietet in dieser Hinsicht leider nichts Halbes und nichts Ganzes und besinnt sich stattdessen dann doch lieber auf die Standardmoral pro Familienzusammenhalt. Zweifelsohne lockt „Ab durch die Hecke“ wieder Scharen von Zuschauern ins Kino und Fans von Animationsfilmen oder Menschen, die sich einfach einen spaßigen Film gönnen wollen, können diesen Besuch auch bedenkenlos antreten. Qualitativ landet der Streifen aber nur im oberen Mittelfeld seiner Artgenossen. |
| | Fazit: Sicherlich ist „Ab durch die Hecke“ ein luftig-lockerer Spaß für alle Generationen, mit allerlei niedlichen Charakteren, witzigen Szenarien und zahlreichen Wendungen, jedoch versäumt er es seine sozialkritischen Ansätze ausreichend auszubauen und bleibt somit nur oberflächlich. |
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