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A Hole in my Heart

 

Ett Hål i mitt hjärta, 2004

 
Poster zu 'A Hole in my Heart' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Dänemark/Schweden
Regie:Lukas Moodysson ("Lilja 4-ever")
Drehbuch: Lukas Moodysson
Darsteller:Thorsten Flinck, Björn Almroth, Sanna Bråding u.a.
Verleih:

Legend Films, Universum Film V
Genre:

Drama
Länge:94 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Rickard (Thorsten Flinck) und Gecko (Goran Marjanovic) sind zwei Kumpels die sich ihre Zeit mit Alkohol, Videospielen und Faulenzerei vertreiben. Rickard wohnt mit seinem körperlich behinderten Sohn Eric (Björn Almroth) zusammen in einer Stockholmer Sozialwohnung. Während die beiden Säufer sich mit belanglosen Beschäftigungen vergnügen führt Eric sein striktes Eigenleben bestehend aus Noise Musik und seinen Hauswürmern die er liebevoll seine Freunde nennt.

Bild 1 zu A Hole in my Heart
Eric ist alleine und verloren.

Doch die kalte ohnehin schon kaputte Beziehung der drei Männer gerät schon bald außer Kontrolle. Rickard und Gecko planen zusammen mit Tess (Sanna Bråding) eine junge Frau die sie zuvor von der Straße aufgegabelt haben, einen Pornodreh in genau dieser Wohnung. Ohne Rücksicht auf Eric beginnen sie den Dreh, welcher nach kurzer Zeit zu einer Perversion ohne jegliches Gewissen eskaliert.

Kritik:


Der schwedische Schriftsteller und Regisseur Lukas Moodysson („Lilja 4-Ever“, „Zusammen“) hat sich mit “A Hole in my Heart” nicht gerade viel positive Aufmerksamkeit eingefangen. Doch das ist dem Ausnahmeregisseur aus Malmö sicherlich schnuppe. Diesmal nimmt er sich gleich mehrere Dinge vor, die er gekonnt in seinem Schocker anzugreifen versucht. Das vorbildlich geführte Land Schweden wird von seiner, nicht von der Hand zu weisenden Schattenseite gezeigt. Armselig vor sich hin vegetierende Menschen denen nichts anderes übrig bleibt als sich im Drogenkonsum zu ersäufen oder den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden hocken um auf ein Wunder zu hoffen das sie so oder so nie erreichen wird. Drei solcher hilflosen Charaktere sind in “A Hole in my Heart” zu finden. Rickard schafft es nicht einmal seinen Sohn Eric richtig zu erziehen, obwohl er genügend Zeit dazu hätte. Gecko ist der typische nichtsnutzige Mitläufer der sich seinem Kumpel unterwirft und ihn sogar als Vater anzusehen scheint. Diese drei so gut wie zusammenlebenden Menschen bilden den männlichen Part des Filmes. Hierbei sind die grundlegenden Strukturen bestens gegeben und werden von Lukas Moodysson perfekt in Szene gesetzt.

Bild 2 zu A Hole in my Heart
Rickard, Gecko und Tess haben mal wieder einen Grund zu feiern.

Nun kommt mit Tess das weibliche Gegenstück hinzu. Tess will groß rauskommen und hofft durch Rickard und Gecko ein Star am Himmel des Pornouniversums zu werden. Jedes Körperteil an ihr scheint perfekt operiert und vorbereitet auf diesen steilen Weg. Moodysson lässt die Charaktere durch das so gut wie nicht vorhandene Drehbuch fast schon planlos agieren. Aus den Dreharbeiten kann man ständig Sätze wie “ihr macht das schon” oder “jetzt einfach ficken” entnehmen. Dieses selbst vom Wunderregisseur planlose Verhalten kommt dem Film aber nur zu gute. Denn “A Hole in my Heart” ist Film und eine Art Dokumentation vereint. Wie eine menschenverachtende Big Brother Show ist dieser anzusehen. Denn der Regisseur verlässt die filmischen Standart Gefilde und begibt sich Kopf über in die experimentelle Phase. Die Handkamera fängt sehr oft in ungewöhnlichen Fahrten, uninteressante Objekte wie Bodenleisten, Küchenutensilien und andere Sachen ein. Denn man soll sich hier so richtig zu Hause fühlen, in den eigenen Wänden gefangen und letztendlich den Film, sofern man seine Aussage verstanden hat nochmals Revue passieren lassen. Das kann man am besten wenn man einerseits Neues und Aufregendes zu Gesicht bekommt (experimentell/bunt/schräg) und zweitens das Set (normale Wohnung/alles kommt bekannt vor) vereint vor sich sehen hat.

Bild 3 zu A Hole in my Heart
Gecko klopft gerne große Sprüche.

Die kontroverse und schockierende Wahrheit! Moodysson legt in seinen Filmen viel Wert auf ehrliche und wahre Geschichten. Und mit dieser nicht einfach zu verkraftenden Wahrheit wird der Zuschauer nicht erst im abgrundtief perversen Finale des Streifens konfrontiert. In einer Traumsequenz lässt Moodysson den jungen Eric seinen nutzlosen Vater erschießen. Er lässt also sogar die tiefsten Gefühle der Protagonisten für den Zuschauer plastisch werden. Anspielungen auf die Hilflosigkeit der Charaktere und deren Stumpfheit bekommen wir auch zu genüge. Wie im Rausch spielen sie mit Puppen und verlassen somit die Gefilde des erwachsen sein. Moodysson beherrscht diese immer wieder auftretenden Anspielungen auf jene kaputten Menschen perfekt.

Bild 4 zu A Hole in my Heart
Hier war Tess noch unschuldig.

Doch das kontroverse und kaum zu ertragene Finale von “A Hole in my Heart” setzt jegliche Moral und Grenze außer Kraft. Diese lange Szene setzt ein Wohlbefinden (die drei selbsternannten Pornodarsteller haben sich ein Festmahl angerichtet) um, in ein krankes Inferno. Erst bewerfen sich die drei mit den Köstlichkeiten, dann schmieren und kleistern sie sich gegenseitig damit zu. Das Ganze endet dann in einer unkontrollierten Schlacht aus Pampe, Alkohol und sogar Körperflüssigkeiten die jeglichen visuellen Rahmen auseinander reißen. Diese Szene zeigt die Hilflosigkeit die alle drei schon längst befallen hat. Sie zeigt das entgleiste und entstellte Menschsein in vollen Zügen. Da der Film komplett mit einer digitalen Kamera gedreht wurde wirken die Szenen dreimal so realistisch.

Bild 5 zu A Hole in my Heart
Der Traum ist zerplatzt.

Einen Score gibt es nicht. Ab und zu hört man dem Noise Sound von Eric zu, wenn der sich mal wieder die Kopfhörer aufgesetzt hat um abzuschalten, oder die drei Möchtegern Pornostars legen billigen Technosound auf. Denn auch die Soundkulisse, bestehen aus eben nur, von den Darstellern eingespielten Stücken lässt dieses realistische Flair aufleben und erteilt diesem den letzten Schliff. Erics Noise Sound ist erschütternd und spiegelt sein herzzerreißendes Leben wieder, während die Partymusik der drei Pornofreaks deren Spaß am White-Trash widerspiegelt. Auch hier wählte Lukas Moodysson den richtigen Weg.

Fazit:


Mit “A Hole in my Heart” ist Lukas Moodysson ein einzigartiger Film mit Schockgarantie gelungen. Nichts für den Mainstream, doch ein Fest für den Filmegucker der außergewöhnlichen Art. Ein kontroverser, bunter Schocker mit Aussage!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Florian

Eingetragen am:

05.07.2006

Aufgerufen:

18678 Mal

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