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28 Weeks later

 

28 Weeks later, 2007

 
Poster zu '28 Weeks later' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Juan Carlos Fresnadillo ("Intacto")
Drehbuch: Rowan Joffe, Juan Carlos Fresnadillo, Jesús Olmo, Enrique López Lavigne
Darsteller:Imogen Poots, Makintosh Muggleton, Rose Byrne u.a.
Verleih:

20th Century Fox
Genre:

Horror/Sci-Fi/Thriller
Länge:100 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


28 Wochen ist es nun her, als der gefährliche Rage-Virus ausbrach. Nach wie vor verwandelt er alle Menschen, die mit ihm in Kontakt kommen in blutgierige Monster, jedoch konnte die Gefahr mittlerweile eingedämmt werden und die ersten Versuche, dass ausgerottete und evakuierte London neu zu besiedeln werden gestartet. Unter den ersten Neuankömmlingen befinden sich auch die beiden Teens Tammy (Imogen Poots) und Andy (Makintosh Muggleton), die Kinder von Don Harris (Robert Carlyle), der als Hausmeister in der großen Londoner Militärstation arbeitet und nach einem Angriff der Zombies auf dem Land knapp entkommen konnte, aber seine Frau Alice (Mary McCormack) feige im Stich ließ.

Bild 1 zu 28 Weeks later
Don Harris kann den Zombies zunächst knapp entrinnen...

Nachdem die beiden Kids, trotz militärischer Aufsicht (u.a. Jeremy Renner und Harold Perrineau), die gesicherte Zone verlassen konnten und sich auf den Weg zu ihrer alten Wohnung machen, um einige Erinnerungsstücke zu besorgen, machen sie eine fatale Entdeckung, denn ihre Mutter Alice ist ebenfalls dort angekommen. Obwohl sie einen zwar traumatisierten, aber normalen Eindruck macht, stellt die Militärärztin Scarlet (Rose Byrne) fest, dass sie dennoch mit dem Rage-Virus infiziert ist und zwar, durch Alices seltene Gene, mit einer weiterentwickelten Form der Krankheit. Scarlet hofft mit Alices Hilfe ein Gegenmittel herstellen zu können. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall, wodurch das Virus erneut ausbricht. Ein brutaler Überlebenskampf beginnt, in dem Scarlet unbedingt das Leben der beiden Kinder schützen muss, denn sie könnten die letzten Menschen sein, mit denen sich noch ein Gegengift herstellen lässt.

Kritik:


Selbst dem letzten Hinterwäldler dürfte mittlerweile aufgefallen sein, dass Fortsetzungen, speziell zu Horrorfilmen, ein Ärgnis für sich sind. Nur die allerwenigsten Sequels schaffen es an das Original heran zu reichen, geschweige denn es zu übertrumpfen. Meist wird auch einfach nur eine uninspirierte Fortsetzung hinter her geschoben, um den Erfolg des Vorgängers noch ein wenig zu melken. Im Falle von Danny Boyles „28 days later“ geht ein Sequel allerdings aus verschiedenen Gründen völlig in Ordnung. Zum einen gibt die Geschichte um den Rage-Virus ohnehin genug Stoff her, um einen weiteren Film damit zu füllen, zum anderen ist Danny Boyle selbst als Produzent an „28 Weeks later“ beteiligt, was immerhin eine gewisse Qualität verspricht. Aufgrund der Arbeit an seinem Sci-Fi-Thriller „Sunshine“ konnte er allerdings nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Diese Aufgabe übernahm der vielsprechende, junge Regisseur Juan Carlos Fresnadillo, der bereits den Kurzfilm-Oscar abgeräumt und mit dem Thriller „Intacto“ einen echten Geheimtipp zu verbuchen hat. Die Fortsetzung des Zombie-Horrors ist dank ihm auf ganzer Linie gelungen. „28 Weeks later“ erreicht nicht nur mühelos das Niveau des ohnehin schon starken Vorgängers, er ist auch noch – man glaubt es kaum – ein ganzes Stück besser.

Bild 2 zu 28 Weeks later
...allerdings muss er Alice zurück lassen.

Welch furioser Auftakt! Da zieht Fresnadillo mal eben so den nervenzerfetzendsten Kickstart des Jahres aus dem Hut, wenn sich Robert Carlyle und Catherine McCormack mit einigen anderen Menschen in einem Haus auf dem Land verbarrikadiert haben und das Szenario plötzlich in eine alptraumhafte Hetzjagd mündet, die auch sofort die harte Gangart des Films verdeutlicht. Hier wird auch vor Sympathieträgern, Kindern oder alten Menschen kein Halt gemacht. Bitte so weiter machen, denkt man sich noch, als die Geschichte hinüber nach London gleitet und die idyllische, ländliche Gegend gegen die urbanen, leergefegten, tristen Straßen als Kulisse eingetauscht werden, die nach wie vor eine bedrückende, apokalyptische Stimmung herauf beschwören. Nun nimmt sich Fresnadillo etwas Zeit seine Figuren, die allesamt recht sympathisch ausgefallen sind, gewissenhaft einzuführen, bevor er wieder gnadenlos durch zieht und die Intensität der Einleitung noch einige Male erreicht. Sei es nun der Besuch der beiden Kids in ihrem alten Haus, das Zusammentreffen zwischen Don und Alice, eine Massenflucht oder eine Schlachtorgie in einer Tiefgarage, Fresnadillo strapaziert die Nerven des Publikums bis aufs Äußerste, schockt mit knallharten, ultrabrutalen Gewaltmomenten und zaubert eine dermaßen dichte Atmosphäre und straff gehaltene Dramaturgie auf die Leinwand, wie man sie dieses Jahr noch nicht erlebt hat. Zudem weiß Fresnadillo welche Mechanismen er umzulegen hat, um nicht nur für erschrockene Hüpfer im Publikum, sondern auch für handfesten Terror und bewegende Momente zu sorgen.

Bild 3 zu 28 Weeks later
Kuckuck!

28 Days Later“ versteifte sich etwas zu sehr auf seinem Soldaten-Subplot, der zwar interessante politische Aspekte zutage förderte, der aber spannungstechnisch etwas ab fiel. Im Sequel gelingt es den Drehbuchautoren Rowan Joffe, Jesus Olmo, Enrique Lopez Lavigne und Fresnadillo selbst, eine politische Ebene fließender in die Geschichte einzubauen, ohne das Hauptthema der Zombies zu sehr aus den Augen zu verlieren. So wird das Militär als höchste Staatsgewalt eingestuft, die in der Krisensituation schließlich keinen Unterschied zwischen normalen Menschen und Infizierten macht („Schießt auf alles was sich bewegt!“). Zudem wird das wiederbevölkerte London als ein Überwachungsstaat etabliert, in dem die Soldaten die Zivilisten ständig im Visier ihrer Scharfschützengewehre haben und in dem überall Misstrauen und Angst zu herrschen scheint. Hier sind eindeutige Parallelen zur Irak-Krise und auch zur allgegenwärtigen Terrorismus-Paranoia zu ziehen. Diese Erzählebene gipfelt in einer schockierenden Sequenz, wenn Bomben über London abgeworfen werden und Giftgas zum Einsatz kommt, um auch die letzten Überlebenden zu töten und die Infizierungsgefahr einzudämmen. Dennoch belassen es die Autoren nicht auf eindimensionalen Anprangerungen des Militärs. Zum einen ist die radikale Vorgehensweise auf eine gewisse Weise nachvollziehbar, zum anderen rebellieren 2 der Soldaten gegen die Machenschaften ihrer Vorgesetzten und schlagen sich auf die Seite der Zivilisten.

Bild 4 zu 28 Weeks later
Scarlet, Doyle, Tammy und Andy gelingt die Flucht.

Der größte Trumpf von „28 Weeks later“ ist aber ohne jeden Zweifel die brilliante Inszenierung von Juan Carlos Fresnadillo, der viel vom Vorgänger beibehalten, aber auch einiges neu hinzugefügt hat. Die Bilder sind noch immer in einen kühlen, authentischen Look gehüllt und auch die Handkamera kommt in den actionlastigeren Szenen einige male zum Einsatz. Dennoch hat sich eine gewisse, hochglänzende Ästhetik eingeschlichen, die dem Film wirklich gut tut. Die Horrorszenarien sind einmal mehr extrem schnell und hektisch geschnitten und mit einem polternden Score unterlegt, sodass sie eine herausragende, alptraumhafte Stimmung vorzuweisen haben. Speziell die Tiefgaragenszene, die auch noch geschickt mit Licht und Dunkelheit spielt und mit hervorragenden Gore-Momenten angereichert wird, entwickelt sich zum surrealen Spannungshighlight. Der große Action-Höhepunkt ist eine spektakuläre Hubschrauber-Szene mit Lost-Star Harold Perrineau. Darstellerisch ist hier ebenso wenig auszusetzen. Die beiden sehr jungen Mimen Imogen Poots und Makintosh Muggleton als Hauptdarsteller zu besetzen, ist ein mutiger Schachzug, der sich auszahlt. Beide können vollends überzeugen. Auch die Leistungen von Rose Byrne und Jeremy Renner sind auf der Habenseite zu verbuchen, während Robert Carlyle und Catherine McCormack als Zombies einiges her machen.

Bild 5 zu 28 Weeks later
Sexy: Imogen Poots als Tammy.

Was gibt es also Negatives zu berichten? Nicht sehr viel. Ein paar Logikpatzer und das letzte Drittel, das spannungstechnisch etwas nach lässt, aber eine schicke „Das Schweigen der Lämmer“-Hommage in der Hinterhand hat, trüben den Spaß ein kleines bisschen. Desweiteren bliebt fest zustellen, dass auch „28 Weeks later“ das Rad natürlich nicht neu erfindet, zumal aus dem Zombie-Genre ohnehin kaum mehr etwas neues raus zu holen ist. Dennoch ist Fresnadillos Werk hart, brutal und erbarmungslos und der beste Zombie-Horror seit Ewigkeiten. Es wird dieses Jahr keinen besseren Horrorfilm mehr geben! Versprochen!

Fazit:


Die alptraumhafte Fortsetzung des Endzeit-Zombie-Horrors übertrumpft sogar den Vorgänger durch blanken Terror und eine fantastische Inszenierung.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

21.08.2007

Aufgerufen:

8978 Mal

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