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21 Gramm

 

21 Grams, 2003

 
Poster zu '21 Gramm' kaufen
deutscher Start:2004
Herstellungsland:USA
Regie:Alejandro González Iñárritu ("El Timbre")
Drehbuch: Guillermo Arriaga
Darsteller:Sean Penn, Benicio Del Toro, Naomi Watts u.a.
Verleih:

Constantin
Genre:

Drama
Länge:124 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Der todkranke Collegeprofessor Paul Rivers (Sean Penn) hofft auf eine Herztransplantation, seine Frau Mary (Charlotte Gainsbourg) möchte ein Kind von ihm durch künstliche Befruchtung, auch, wenn das Kind seinen Vater nie kennen lernt. Cristina Peck (Naomi Watts) lebt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in einer glücklichen Familie. Ex-Knacki Jack Jordan (Benicio Del Toro) schließlich hält sich und seine Familie mehr schlecht als recht über Wasser, findet Halt in der Religion.

Bild 1 zu 21 Gramm
Cristina (Naomi Watts) hat das Schicksal mit voller Härte getroffen.

Das Leben dieser sehr unterschiedlichen Menschen ändert sich radikal, als Jack bei einem Autounfall Cristinas ganze Familie auslöscht. Paul bekommt das Herz des Unfallopfers und entwickelt Gefühle für die Witwe. Es beginnt ein Verwirrspiel um Liebe, Betrug ,Trauer und Schuld.

Kritik:


Wer ab und zu mal über den Tellerrand von Deutschland schaut, dem dürfte bekannt sein, dass Mexiko nicht nur ein beliebtes Fleckchen Erde für Straftäter ist, wie so manche Filme uns das demonstrieren, sondern auch eines der ärmsten Länder der Welt. Desto erstaunlicher erscheint es, wenn darin Perlen wie Regisseur Alejandro González Iñárritu aufwachsen und ihr Talent entfalten können. Dementsprechend eilen über die Grenze nach Amerika nicht nur Drogen und illegale Einwanderer, nein, auch bemerkenswerte, auf Zelluloid festgehaltene, Bestseller. „Amores Perros“ ist einer davon, welcher internationales Ansehen genießt und nicht der einzige Knüller aus Alejandros Filmographie darstellt. Denn wenn man einmal in Hollywood siegreich Fuß gefasst hat, ist das Auftreiben von Investoren und renommierten Schauspielern um einiges leichter. Daher dauerte es auch nicht lange, war derselbe Drehbuchschreiber doch sofort wieder mit an Bord, und González Iñárritu warf das nächste Glanzstück in die kritische Schar argwöhnischer Cineasten.

Bild 2 zu 21 Gramm
Noch hat Jack (Benicio Del Toro) den Glaube an Gott nicht verloren.

Was man dann aus Guillermo Arriaga („Babel“) Schreibe zu sehen bekommt, hat die Bezeichnung „21 Gramm“ und schwer verdauliche Kost zu Recht verdient. Nicht nur weil das Thema im wahrsten Sinne des Wortes das Herz berührt, sondern wegen dem non-linear verlaufenden Storyaufbau. Der scheitert nämlich kläglich an sich selbst und stiftet dadurch in der ersten halbe Stunde vollends Verwirrung. Wie bereits in „Amores Perros“ beginnt Autor Guillermo Arriaga drei völlig verschiedene Existenzen zu skizzieren, vermeintlich ohne Plan. Vergangenheit trifft Zukunft in einem zuerst nicht nachvollziehbaren Chaos. Zeitlich versetzte Szenen werden durcheinander gewürfelt und Regisseur González Iñárritu rangiert ohne erkennbaren Übergang zwischen den Figuren vor und zurück. Von Durchblick kann da keine Rede sein und nur zäh kristallisiert sich ein roter Faden zum festklammern für den Zuschauer. Allerdings Vorsicht! Wer bis dahin nicht wartet und zu früh die Geduld verliert - ich war nah daran abzuschalten - verpasst wenig später ein hinreißendes Drama.

Bild 3 zu 21 Gramm
Paul (Sean Penn) ist hin und her gerissen zwischen Schuldgefühlen und Liebe.

„21 Gramm“ wirft durch feinfühlige Segmentierung des Wortes „Schuld“ sehr kontroverse Gefühle auf. Arriaga behandelt den Begriff in all erdenklichen Facetten: Die zusetzende Schuld, wenn jemand anderes sein Leben für das eigene ließ, die Schuld ganze Existenzen, wie die einer Mutter aufgrund kurzer Unaufmerksamkeit zu zerstören, in den man ihr die Familie raubt, oder Schuldzuweisungen an sich selbst für ein Ereignis, dessen Hinderung nicht in der eigenen Macht lag. Sie kann schwer wiegen, die Schuld, und im schlimmsten Fall den Überlebenswillen für nichtig erklären. Eindrücklicher als sonst drängt „21 Gramm“ dahin, jeden Tag in all seinen Nuancen und kleinen, wenngleich auch harmlosen, Wundern zu genießen. Dafür sorge trägt eine Story, die nüchtern betrachtet nicht einzigartig in dem Genre ist und vermutlich in ähnlicher Form schon mehrere hundert Mal auf unserem Planeten geschah. Jedoch fesseln den Zuschauer die gut in Szene gesetzten Bilder von Leid, Trauer und Selbstzerstörung aufgrund der hervorragenden Darbietungen seitens der Schauspieler.

Bild 4 zu 21 Gramm
Es endet eine Fahrt, die nicht nur das Leben von Paul zerstört.

Zu ihnen zählen namenhafte Größen wie Benicio Del Toro („Traffic - Die Macht des Kartells“), Sean Penn („Mystic River“) oder Naomi Watts („The Ring 2“). Durch die Bank repräsentieren sie und sogar die Nebendarsteller ein grandioses Repertoire an Wandlungsfähigkeit. Wenn Cristina Peck (Naomi Watts) zusammenbricht oder der religiöse Jack Jordan (Benicio Del Toro) das eben passierte fatale Geschehnis realisiert, kann man sich der Last, die in dem Moment auf dem Herzen liegt, nicht entziehen. Und das zu ermöglichen ist kein leichtes, denn in jeden der drei Personen brodelt ein gnadenloser Krieg – Verzweiflung, Hass und Schmerz im fortwährenden Schlagabtausch. Das Glaubwürdig rüberzubringen und währenddessen nicht einer GZSZ-grotesken Abbildung zu gleichen, erfordert einiges an Talent. In dem Zusammenhang ist besonders Naomi Watts eine Erwähnung wert. Es gibt nicht viele Schauspielerinnen die dermaßen unterschiedliche Gesichtzüge vorweisen können. Jedenfalls sehenswert, die Wandlung von einer gestandenen Frau in ein, ich zitiere, „seelischen Krüppel“ bei ihr mit zu erleben, sowie auch die Ausbrüche ihres Charakters. Nicht selten verschlägt es einem in solchen Situationen den Atem. Damit aber trotz vorhandener Begabung nicht die komplette Bürde von den Akteuren getragen werden muss, fügte Gustavo Santaolalla einen unscheinbaren, deswegen nicht unwichtigeren, Score hinzu. Er fängt die in der Luft liegenden Emotionen musikalisch in mexikanisch, französisch klingenden Stücken auf und unterstreicht in eigentlich Stillen Momenten die Tragik der Geschichte.

Fazit:


Wäre der Patzer mit den konfusen Handlungsträngen nicht passiert, beziehungsweise der Einstieg wenigstens ein wenig einfacher, würden unter meinem Fazit fünf Filmklappen aufleuchten. Davon aber mal abgesehen, weil ich der Meinung bin das eingefleischte Filmkenner Durchhaltevermögen besitzen, kann ich jedem „21 Gramm“ von ganzem „Herzen“ empfehlen. Die zwei Oscar-Nominierungen für Naomi Watts („Kategorie: Beste weibliche Hauptrolle“) und Benicio Del Toro („Kategorie: Bester männlicher Nebendarsteller“) waren auf jeden Fall berechtigt. Schade, dass letztendlich keiner von Beiden die goldene Figur mit nach Hause nehmen durfte.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Tamas

Eingetragen am:

18.08.2005

Aufgerufen:

13463 Mal

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