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16 Blocks

 

16 Blocks, 2006

 
Poster zu '16 Blocks' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Richard Donner ("Lethal Weapon 4")
Drehbuch: Richard Wenk
Darsteller:Bruce Willis, Mos Def, David Morse u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Action/Drama/Thriller
Länge:102 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Er wollte einfach nur nach Hause und etwas trinken. Aber um 8.02 Uhr bekommt der verkaterte NYPD-Detective Jack Mosley (Bruce Willis, „Hostage - Entführt“) einen scheinbar einfachen Auftrag: Der Kleinkriminelle Eddie Bunker (Mos Def, „Per Anhalter durch die Galaxis“) soll um 10 Uhr vor einem Untersuchungsausschuss aussagen und muss aus seiner Zelle zum Gerichtsgebäude gebracht werden – das ist 16 Häuserblocks entfernt. In 15 Minuten wäre die Sache erledigt, dann könnte er endlich nach Hause.

Bild 1 zu 16 Blocks
Zwei Stunden für nur 16 Blocks – das sollte doch zu schaffen sein.

Als Jack Eddie auf den Rücksitz seines Wagens schubst und sich in den morgendlichen New Yorker Berufsverkehr einfädelt, übersieht er den Lieferwagen, der ihm folgt. Jacks Brumm-Schädel droht zu platzen, und Quasselstrippe Eddie macht alles nur noch schlimmer. Also hält Jack am nächsten Schnapsladen, um sich sein Frühstück zu besorgen. Eddie sitzt im verschlossenen Wagen und schäumt vor Wut – warum muss ausgerechnet ein Typ wie Jack ihn eskortieren? Doch solche Fragen verlieren an Bedeutung, als plötzlich eine geladene Kanone auf seinen Kopf zielt. Jack verhindert Eddies Tod im letzten Moment – er schaltet einen der Mörder aus und entrinnt nur knapp dem zweiten.

Bild 2 zu 16 Blocks
Von nun an ist es kein Gefangenentransport mehr, sondern eine Flucht.

Jack fordert Verstärkung an – Detective Frank Nugent (David Morde, „Dreamer – Ein Traum wird wahr“) und sein Team vom Morddezernat erreichen den Tatort als Erste. Da wird Eddie plötzlich blass – einer der Detectives in Nugents Team ist genau jener Mann, gegen den er aussagen soll. In diesem Moment verwandelt sich Jacks Auftrag in den Albtraum seines Lebens: Die Kriminellen, die es auf Eddies Leben abgesehen haben, sind Cops.

Kritik:


Der Name Richard Donner steht eigentlich schon lange nicht mehr für gute Filme und schon gar nicht für anspruchsvolleres Spannungs-Kino. Mit Titeln wie „Superman“ oder den ersten drei Teilen der „Leathel Weapon“-Reihe hatte sich Donner einst einen Namen als sicherer Lieferant für Actionhits gemacht, aber in den letzten sieben Jahren hat der einstige Star-Regisseur nur noch zwei Filme inszeniert – konnte „Leathel Weapon 4“ dabei zumindest noch an der Kinokasse Erfolge feiern, obwohl er im Endeffekt nicht mehr als eine Mel-Gibson-Image-Politur zu bieten hatte, war sein letzter Abenteuer-Streifen „Timeline“ mit Paul Walker sowohl qualitativ als auch finanziell ein totales Debakel. Bei einem Budget von knapp 40 Mio. $, also mit nicht einmal der Hälfte der finanziellen Mittel, die ihm für den „Timeline“-Flop zur Verfügung standen, versucht Donner es nun erfolgreich wieder eine Nummer kleiner – mit „16 Blocks“ ist ihm dabei ein durchgehend beeindruckendes Comeback gelungen.

Bild 3 zu 16 Blocks
Jacks Kollegen wollen sich Eddie (Mod Def) nur mal „kurz ausleihen“.

Von dem Polizeiauto, mit dem Jack Eddie zum Gericht bringen soll, über die Straßen, in denen die beiden vor den korrupten Cops flüchten, bis hin zu dem Bus, den sie mitsamt den Passagieren als Geisel nehmen, inszeniert Donner die meisten Szenen, die immerhin auf einen 16 Blocks umspannendes Areal New Yorks verteilt sind, in der Form eines intensiv-klaustrophobischen, nahezu in Echtzeit erzählten Kammerspiels. Wie in dem klassischen Gesellschaftsspiel „Scotland Yard“ flüchten Jack und Eddie zu Fuß oder mit wechselnden Verkehrsmitteln in ihr nächstes Versteck, bis sie dort mit Hilfe von versteckten Sendern oder Verrätern von ihren Gegenspielern aufgespürt werden – der einzige Unterschied zu „Mr. X“ ist, dass für die beiden noch der Druck hinzukommt, innerhalb von zwei Stunden das Gerichtsgebäude erreichen zu müssen. Die zahlreichen Sequenzen, in denen sich Jack und Frank gegenüberstehen, dienen dabei eher der immer tiefergehenden Charakterzeichnung als dem Unterbringen von wilden Schießereien. Größere Actionsequenzen hätten dem Film auch eher geschadet als genutzt, weil sonst die interessanten, für einen Hollywood-Thriller außergewöhnlich differenzierten Figuren von einem sinnlosen Feuerwerk überschattet worden wären.

Bild 4 zu 16 Blocks
Willis´ Kampf gegen eine ganze Cop-Armee erinnert an „Stirb Langsam“-Zeiten.

Die Rolle von Bruce Willis als versoffener Cop in „16 Blocks“ erinnert stark an seine Auftritte als John McClane in den „Stirb Langsam“-Filmen. Aber wo er sich vor fast zwanzig Jahren noch vom Säufer in einen All-America-Helden verwandelt hat, darf er nun – ein wenig in die Jahre gekommen – seine Verkörperung eines moralischen Wracks bis zum bitteren Ende durchziehen. Natürlich ist „Stirb Langsam“ im Endeffekt noch immer der bessere Film, aber durch Willis´ differenziertere Rolle in „16 Blocks“ ist das Psycho-Duell mit Gegenspieler David Morse facettenreicher als das mit Alan Rickman in John McTiernans Action-Klassiker. Auch dem Bösewicht selbst wird in „16 Blocks“ ein wenig mehr Tiefgang als in vergleichbaren Produktionen zugestanden. Frank Nugent und seine Helfer haben sich nämlich nicht etwa bestechen lassen oder sonst irgendwie Geld bei der Polizeiarbeit zur Seite geschafft, sondern haben bei Verhören im Rahmen von Mordermittlungen illegale Methoden eingesetzt, um die Fälle zu lösen. So ergibt sich zum einen die interessante Verstrickung, dass die „Bösen“ selbst fest davon überzeugt sind, dass sie zwar nicht rechtlich, aber zumindest moralisch auf der richtigen Seite stehen. Und zum anderen ist dies auch ein gelungener Beitrag zur „Guantanamo“-Diskussion und dem momentan stark im Kreuzfeuer stehenden Umgang von amerikanischen Behörden mit potentiellen Kriminellen (bzw. Terroristen).

Bild 5 zu 16 Blocks
Kurz vor dem Ziel, wird Jack es auch noch bis in den Gerichtssaal schaffen...

So weit, so gut - wenn auch noch nicht richtig originell. Was „16 Blocks“ aber von anderen Cop-Thrillern seines Kalibers noch positiver abhebt, ist ganz klar die Figur des von Mos Def großartig verkörperten kleinkriminellen Gutmenschen Eddie Bunker. Donner hat sich schon früher mit seinen „Leathel Weapon“-Filmen als Meister des Schwarz/Weiß-Buddy-Movies profiliert, aber wo er sich damals bei Mel Gibson und Danny Glover noch mit so offensichtlichen Gegensätzen wie Pflichtbewusstsein und Draufgängertum oder Familienmensch und Frauenheld zufrieden gegeben hat, geht er heute wesentlich komplexer an die Sache heran. Zwar kommt das Gespann Mos Def / Bruce Willis auch oft amüsant-ironisch daher, aber die zwischen die Action-Szenen geschobenen Diskussionen zwischen den beiden über die Frage, ob Menschen sich ändern können oder nicht, sind gleichzeitig auch ein hochinteressanter Anriss des Themas Schuld und Moral.

Fazit:


Der superspannende Cop-Thriller „16 Blocks“ ist ein Paukenschlag-Comeback für Richard Donner und ein weiteres Highlight in der Karriere von Action-Star Bruce Willis.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

17.03.2006

Aufgerufen:

10829 Mal

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