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Tokyo Godfathers

 

Tokyo Godfathers, 2003

 
Poster zu 'Tokyo Godfathers' kaufen

deutscher Start:

2005

Herstellungsland:

Japan

Regie:

Satoshi Kon (“Millennium Actress“)

Drehbuch:

Satoshi Kon, Keiko Nobumoto

Darsteller:

Keine Schauspieler

Verleih:

Kairos Filmverleih

Genre:

Abenteuer/Animation/Drama/Komödie

Länge:

88 Minuten

FSK:

ab 12 Jahren

Website:

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Inhalt:


Ausgerechnet am Weihnachtsabend findet das Obdachlosen-Trio Gin, Hana und Miyuki mitten in einer Tokyoter Müllhalde ein Baby. Das denkwürdige Gespann begibt sich auf die Suche nach den Eltern des Kindes.

Bild 1 zu Tokyo Godfathers
Ein außergewöhnliches Helden-Trio: Ausreißerin, Loser und Drag Queen.

Bald deutet alles darauf hin, dass man wohl in den besseren Gegenden der Millionenmetropole fündig werden könnte. Damit nimmt eine energiegeladene Odyssee mit bizarren Abenteuern und seltsamsten Wendungen ihren ebenso wundersamen wie irren lauf...

Kritik:


Bedenkt man, welche Animés es in der Regel auf den doch in diesem Bereich sehr begrenzten deutschen Kinomarkt schaffen, muss man beim Titel „Tokyo Godfathers“ zunächst von einem Yakuza-Streifen ausgehen. Aber weit gefehlt, abseits von Sci-Fi-Action und den Filmen von Hayao Miyazaki („Chihiros Reise ins Zauberland“, „Das wandelnde Schloss“) hat sich endlich auch mal ein gezeichnetes Drama, die bei weitem nicht so selten sind, wie man erwarten könnte, in die deutsche Startliste verirrt. „Tokyo Godfathers“ ist eine sehr freie, moderne Variante der biblischen Weihnachtsgeschichte und ein loses Remake des John Ford Westerns „3 Godfathers“ (´48) mit John Wayne.

Bild 2 zu Tokyo Godfathers
Millionenmetropole Tokyo zeigt ihren ärmsten Bewohnern die kalte Schulter.

Die drei heiligen Könige sind hier drei grundverschiedene Obdachlose. Auch sie haben sich auf ihrem (Lebens-) Weg verirrt, hausen nun von Schuld und Angst getrieben in nur wenig wärmenden Pappkartons. Die junge Miyuki ist vor ihren wohlhabenden Eltern ausgerissen, nachdem diese ihre geliebte Katze haben verschwinden lassen. Hana ist eine alternde Drag Queen, die Miyuki bemuttert und sich sehnlichst ein eigenes Baby wünscht. Gin, ein vermeindlicher Ex-Radprofi, schafft es nicht, sich seiner Familie und damit seiner Vergangenheit zu stellen. In Miyuki und Hana hat er eine Ersatzfamilie gefunden, um die er sich stattdessen kümmern kann. Eine festgefahrene, fast hoffnungslose Situation, die sich erst durch das Weihnachtsbaby in Bewegung setzt.

Bild 3 zu Tokyo Godfathers
Um das Baby durchzubringen ist selbst das Stehlen von Opfergaben recht.

Die Suche nach den Eltern, die sich vom Weihnachtsabend bis zu Neujahr hinzieht, führt die Drei an die ungewöhnlichsten Orte. Sie stehlen auf einem Friedhof die Opfergaben, retten einem fetten Yakuzaboss zufällig das Leben, werden danach zur Hochzeit seiner Tochter eingeladen und wohnen dort einem fast erfolgreichen Attentatsversuch bei. Und das ist nur der Anfang, die absurdesten Situationen wechseln sich mit ergreifenden Szenen aus dem Leben der Tokyoter Unterschicht in einem unglaublichen Tempo ab. Gerade noch wurde Gin von einer Gruppe „säubernder“ Jugendlicher zusammengeschlagen, da wird in der nächsten Sequenz schon wieder urkomisch eine stetig wachsende Horde Nachbarn gezeigt, die über ehemalige Hausbewohner herziehen. Diese häufigen Stimmungswechsel, deren Höhepunkt der total unerwartete Action-Showdown ist, machen den Film aber nicht etwa wirr, sondern einfach nur aufregend anders.

Bild 4 zu Tokyo Godfathers
Geschenk Gottes oder nerviger Schreihals? Das ist hier die Frage.

Regisseur Satoshi Kon trifft bei der Charakterisierung seiner Figuren immer den richtigen Ton, lässt sie trotz all ihrer Besonderheiten nicht zu Karikaturen verkommen. Statt krachender Gags, die an vielen Stellen durchaus hätten eingebaut werden können, setzt er auf fein dosierten, sehr lakonischen Humor, der kein falsches Mitleid für die Figuren schindet, immerhin sind die zum Großteil selbst für ihr Schicksal verantwortlich. Vielmehr erzeugt er ein tiefes Verständnis für die gescheiterten Existenzen. „Tokyo Godfathers“ ist ein Märchen und so ist das Ende ein fröhliches. Natürlich bleibt es für die Helden noch ein weiter Weg zurück in ein normales Leben, sie müssen ihren Stolz überwinden und die neuen Chancen anzunehmen wagen. Trotzdem geht die Tokyoter Sonne am Neujahrstag mit neuer Hoffnung auf und der Zuschauer sieht seine Gebete erhört, hat er die Figuren doch, auch wenn sie nur aus Strichen bestehen, sofort in sein Herz geschlossen.

Fazit:


Dieses Jahr gibt es mit „Tokyo Godfathers“ mal ein aufregend anderes Weihnachtsmärchen. Eine wunderschöne, zutiefst menschliche und sehr intelligente Odyssee durchs verschneite Tokyo, wo das Leben in Pappkartons und Luxusappartements viel näher beieinander liegt, als es den Anschein hat.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

29.10.2005

Aufgerufen:

8738 Mal

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Weitere Kritik:

keine vorhanden


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