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 | Sympathy for Lady Vengeance |  | | |
Chinjeolhan geumjassi, 2005 | |
|  | deutscher Start: | 2006 | Herstellungsland: | Südkorea | Regie: | Chan-wook Park ("Three... Extremes") |
Drehbuch:
| Seo-Gyeong Jeong, Chan-wook Park |
Darsteller: | Yeong-ae Lee, Min-sik Choi, Seung-shin Lee u.a. | Verleih: | 3L Filmverleih | Genre: | Action/Drama/Krimi/Thriller | Länge: | 111 Minuten | FSK:
| ab 16 Jahren |
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Inhalt: Die wunderschöne Koreanerin Geum-ja (Lee Yeong-ae) hat es in ihrem Leben wahrlich nicht leicht gehabt. Nach der Geburt ihrer Tochter wird sie im alter von 19 Jahren fälschlich des Mordes an einem kleinen Jungen beschuldigt und wandert dafür 13 lange Jahre ins Gefängnis.
Für Geum-ja (Yeong-ae Lee) gibt es kein zurück mehr!
Sie entführte den Jungen damals zusammen mit ihrem Lehrer und Mentor Mr. Beak (Choi Min-sik), welcher Geum-ja als Mörderin dastehen ließ und sich auf ihre Kosten ein schönes Leben macht. In der langen Haftzeit wird Geum-ja von Rachegelüsten und den Gedanken an ihre Tochter genährt und arbeitet ihren blutigen Rachefeldzug zusammen mit weiteren Insassinnen bis ins kleinste Detail aus. |
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| Kritik: Nach dem eiskalten, brachial-nihilistischen „Sympathy for Mr. Vengeance“ und dem visuellen Meisterwerk “Oldboy“, komplettiert Park Chan-wook die Rache Trilogie mit seinem nicht weniger intensiven „Sympathy for Lady Vengeance“. Obwohl es ein weiterer Rachefilm ist, schafft es Park die Vorgänger nicht ansatzweise kameratechnisch oder optisch zu kopieren und kreiert ein völlig neues auf die Frau abgestimmtes Terrain. Sanfte Kamerafahrten und ein schöner wunderbarer Score begleiten jene Filmszenen stets auf höchstem Niveau. Wie eine im Zeitraffer wachsende Orchidee beginnt „Sympathy for Lady Vengeance“ in seiner Originalversion und verliert diese intensive Schönheit zu keinem Zeitpunkt des Filmes. Das kann man fast schon Wort wörtlich nehmen da es eine Version des Filmes gibt in der die Farben im laufe der Zeit absterben und der Film in seinem traurigen Ende vollkommen an Farbe verliert und letztendlich in schwarz-weiß endet. Die Orchidee ist ganz klar Geum-ja, anfangs voller Farbe und mit einem Ziel vor Augen, doch am Ende zu tiefst am Boden zerstört und wie die Blume verwelkend. Hierbei erkennt man sofort mit welchem Aufwand und Liebe an diesem Film gearbeitet wurde um wirklich alles aus ihm herauszuholen. Das muss auch so sein denn „Sympathy for Lady Vengeance“ zeigt sehr gut das Rache im Endeffekt nichts heilt sondern die Angelegenheit noch schlimmer dastehen lässt.
Was wird aus Geum-ja und ihrer Tochter?
Die Kameraeinstellungen feuern nochmals gehörig den Visuellen Tiefgang des Filmes an. Wenn sie nicht gerade wie in einem Traum von Detail zu Detail schwebt, steht sie oft so nah es geht an den Protagonisten und fängt deren perfekte Mimik grandios ein. Hierbei bemerkt man sofort wieder das prächtige Farbspektrum, da Park sämtliche Einstellungen mit der puren Liebe zum Detail erschafft und diese mit der richtigen Farbpräsenz zu kombinieren weiß. Ein Beispiel wäre eine Szene in der Geum-ja`s Gesicht nur zur Hälfte im Vordergrund gezeigt wird, ihre tragische Mimik, welche ihre Situation perfekt wiedergibt, drückt sich dem Zuschauer förmlich auf während im Hintergrund die Welt bunt und in Ordnung scheint. Denn die Räumlichkeiten sind wieder gigantisch schön ausgestattet und bieten Abwechslung bis zum Schluss dieses fantastischen Filmes. Dies zeigt Geum-jas Traurigkeit sowie Verzweiflung im Gegensatz einer bunten Welt, in der es noch so viel schönes zu entdecken gibt.
Der meist dramatische Score welcher jedoch nie übertrieben wirkt steht dem optischen Glanz des Filmes in nichts nach. Mal ruhig und bedrückend, mal lauernd in Angriffstellung schwebend und vorbereitend auf den nächsten Schicksalsschlag Geum-ja`s. No Friend, no Mother, i don`t need anybody. Großartiger tief in der Psyche wühlender Soundtrack.
Nichts darf sich dieser Frau in den Weg stellen!
Die darstellerischen Leistungen aller Beteiligten sind mehr als überzeugend. Nicht ansatzweise habe ich hier einen Grund oder das Recht dies zu kritisieren. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Reaktionen und Mimiken der Darsteller. Packend, mitreißend und voller Liebe wurde hier nicht nur hinter der Kamera gearbeitet. Choi-Min-sik, der schon in all seinen anderen Projekten glänzte, scheint sich hier selbst übertreffen zu wollen. Seine kaltblütige Rolle geht in und mit ihm bis ins letzte Detail auf. Lee Yeong-ae spielt die Rolle der von Rache zerfressenen Mutter sehr überzeugend und intensiv und lässt keine Sekunde des Zweifels übrig. Doch auch alle anderen Darsteller/innen leisten eine mehr als zufrieden stellende Arbeit. Für alle Schauspieler in „Sympathy for Lady Vengeance“ müssen neue Superlative erfunden werden.
Darsteller in Perfektion!
Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Thematik der Rache in Parks Filmen wie nie zuvor behandelt wird. Zwei Personen, um die es hauptsächlich geht, treffen am Ende nicht plump aufeinander worauf es zu einer Schlacht zwischen Gut und Böse kommt. Und es gibt auch keinen Verlierer oder Gewinner der ein Happy End einleitet oder gar herausfordert. Parks Filme innerhalb der Rachetrilogie sind schonungslos und verschönern nichts im Bezug auf dieses heikle Thema. Bis zum bitterbösen Finale sickern die Darsteller langsam aber sicher immer tiefer in ihren eigenen Schlund aus Trauer und Leid, auch wenn sie sich sicherer denn je fühlen. |
| | Fazit: Mit „Sympathy for Lady Vengeance“ geht Parks erschütternde Reise durch die Familie zu Ende. Mit Abstand eine der besten Trilogien überhaupt, doch auch alleine weiß der Frauenfilm zu überzeugen. Ein wunderschöner Film voller Tiefgang und Wahrheit! |
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