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 | House of the Flying Daggers |  | | |
Shi mian mai fu, 2004 | |
|  | deutscher Start: | 2005 | Herstellungsland: | China/Hong Kong | Regie: | Yimou Zhang ("Hero") |
Drehbuch:
| Feng Li, Bin Wang, Yimou Zhang |
Darsteller: | Takeshi Kaneshiro, Andy Lau, Zhang Ziyi, Song Dandan u.a. | Verleih: | Constantin Film | Genre: | Action/Drama/Romanze | Länge: | 120 Minuten | FSK:
| ab 12 Jahren |
Website: | Link aufrufen | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "House of the Flying Daggers" | |
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Inhalt: Man schreibt das Jahr 859; die in Bedrängnis geratene Tang-Dynastie, welche nahezu zweieinhalb Jahrhunderte über das Großreich China herrschte, ist unhinderlich ihrem Niedergang nahe. Überall im Lande wird das korrupte und instabile System, das unter der Inkompetenz ihres Kaisers leidet, vom Volke verurteilt und von Untergrundorganisationen sabotiert. Der mächtigste Feind der Regierung stellt dabei das "Haus der fliegenden Dolche", dessen Mitleider sich zur Aufgabe gemacht haben den Kaiser endgültig zu beseitigen.
Die Regierungspolizisten Jin (Takeshi Kaneshiro) und Leo (Andy Lau).
Sie handeln dabei in bekannter "Robin Hood"- Manier, wodurch sie starken Rückhalt auf Seiten der Bevölkerung erhalten und von den Regierungstruppen kaum noch aufgespürt werden können. Trotzdem gelingt es Polizisten den Anführer der Rebellen zu ermorden, jedoch tritt an dessen Stelle ein neuer, unbekannter Nachfolger, welcher die revolutionäre Organisation mehr noch als sein Vorgänger gegen den amtierenden Kaiser führt.
Blind und bildhübsch - Mei (Zhang Ziyi)
Die beiden Hauptmänner Leo (Andy Lau) und Jin (Takeshi Kaneshiro) erhalten den Auftrag, innerhalb einer zehntägigen Frist, den neuen Kopf der "Fliegenden Dolche" ausfindig und dingfest zu machen. Dabei stolpern sie über einen Hinweis, demnach eine blinde Tänzerin namens Mei (Zhang Ziyi) im Freudenhaus "Peony Pavillon" womöglich die hinterbliebene Tochter des ehemaligen Anführers sein könnte.
Gemeinsam auf der Flucht - Turteltäubchen Jin und Mei
Eine raffinierte, fingierte Festnahme wird arrangiert, bei welcher sie der blinden Mei vortäuschen, durch den herumstreifenden Krieger "Wind" - für den sich Jin ausgibt - befreit zu werden. Zusammen fliehen diese Beiden von den Regierungstruppen, um Zuflucht im Hauptquartier der "Fliegenden Dolche" zu finden. Auf der Reise jedoch geschieht so manch Unerwartetes, und auch ihre unvermeidliche Liebe bahnt sich ihren Weg... |
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| Kritik: Der Regisseur vom Erfolgsfilm und Meisterwerk "Ying xiong" - besser bekannt als "Hero" - prägt im Moment wie kein Anderer das Bombastkino Asiens, welches die gesamte westliche Welt in tiefes Stauen und Bewunderung versetzt. Den Startschuss dazu gab Ang Lee im Jahre 2000 mit "Crouching Tiger, Hidden Dragon" ("Wo hu cang long") - das Meisterstück gewann etliche Preise, darunter sogar vier Oscars. Mit "The House of the Flying Daggers" erschien nun der dritte Film dieser Art, und Eines haben sie alle drei gemein: Sie bieten eine brillante Fotogenität und die liebreizende Zhang Ziyi.
Bildgewaltig und mit choreographischen Höchstleistungen
Die drei Werke direkt zu vergleichen, wie es in letzter Zeit oft geschah, halte ich für ziemlich unsinnig, denn sie unterscheiden sich durchwegs vom Erzählstil, der Story und der Visualisierung. Natürlich bemerkt man an einigen Stellen ganz deutlich die Handschrift von Regisseur Zhang Yimou, der auch in "The House of the Flying Daggers" wie fast kein Zweiter mit den Farben hantiert und einem den visuellen Sinn bis zur Ekstase zu Reizen scheint - daneben wirken so manche Filme wie verschüchterte, graue Mäuschen. Im unweigerlichen Vergleich zu "Hero" bemerkt man auch die Komplexität und Absicht des Farbspiels, so bestechen zwar beide Werke durch ihre Optik, aber dennoch sind sie grundverschieden was ihren Zweck betrifft. In "Hero" dominieren die kühlen, beinahe artifiziellen - also künstlichen - Bildkompositionen, während in "House of the Flying Daggers" ausschließlich warme, erdige Farben zum Einsatz kommen - beinahe von einem "diffizilen" Kontrast könnte die Rede sein.
Die "Fliegenden Dolche" verfolgen ihre Ziele mit eisernem Willen.
Dasselbe spiegelt sich offensichtlich in den unterschiedlichen Erzählstrukturen und der Story wieder, so ist "The House of the Flying Daggers" eindeutig ein romantisches, emotionales Liebesdrama, wogegen "Hero" mehr das kolossalere, poetischere Epos darstellt. Die Beurteilung, welcher Film einen nun mehr anspricht, ist schließlich dem individuellen Geschmack vorenthalten. Durch Eines bestechen allerdings beide Filme gleichermaßen, und zwar die schauspielerischen Leistungen: Japaner Takeshi Kaneshiro ("Returner") spielt gekonnt den sich verliebenden Frauenhelden, Andy Lau ("Infernal Affairs") liefert wie gewohnt eine subtile, spröde und undurchschaubare Figur ab, während Zhang Ziyis Repertoire von sanfterotisch bis umwerfend sexy, über hilflos sowie gefährlich reicht.
Viele stimmungsvolle Bilder die für sich sprechen! L`amour ;-)
Der Plot mag auf den ersten Blick einfach sein, jedoch wird an den richtigen Stellen eine Wende eingebaut, welche keine Langatmigkeit aufkommen lässt; auch für humorvolle Szenen wurde stellenweise gesorgt. Die Martial-Arts Fanatiker - oder solche die es werden wollen - werden wieder reichlich mit Kost sogenannter Wuxia-Elementen verwöhnt, so darf man sich auf ausgedehnte "Luftkämpfe" freuen, rasante Schwertduelle bestaunen und vieles, vieles mehr; der Ideenreichtum nimmt diesbezüglich kein Ende und ist schlicht phantastisch.
Aufwendiges, "Wuxia-Martial-Arts" vom Feinsten wird geboten.
Bei der musikalischen Untermalung und den Kameraführungen darf man ruhig von audiovisueller Perfektion sprechen, auch das Set-Design und die Kostümgestaltung sind eine Augenweide. Den einzigen Kritikpunkt, den ich überhaupt anführen könnte, wäre, dass die Hintergrundgeschichte rund um das ominöse "Haus der fliegenden Dolche" zu mager in den Plot mit einfließt; natürlich zu Gunsten der Romanze, aber dennoch hätte ich mir persönlich einen tieferen Einblick gewünscht. |
| | Fazit: "The House of the Flying Daggers" besticht durch seine optische Brillanz, die grandiose Musik, die beseelten Charaktere, die einfallsreichen Martial-Arts-Einlagen - und nicht zuletzt durch seine traumhafte, tragische Liebesgeschichte. Wer "Hero" mochte, und den eine Prise mehr Romantik nicht abschreckt, wird diesen Film gleichermaßen bewundern. |
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