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Brotherhood

 

Taegukgi hwinalrimyeo, 2004

 
Poster zu 'Brotherhood' kaufen

deutscher Start:

2006

Herstellungsland:

Südkorea

Regie:

Je-gyu Kang ("Swiri")

Drehbuch:

Je-gyu Kang

Darsteller:

Dong-Kun Jang, Bin Won, Eun-ju Lee u.a.

Verleih:

3L Filmverleih

Genre:

Action/Drama/Kriegsfilm

Länge:

148 Minuten

FSK:

ab 16 Jahren

Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Als 1950 der Koreakrieg ausbricht, werden die Brüder Jin-Tae (Dong-gun Jang) und Jin-Seok (Bin Won) von der südkoreanischen Regierung einberufen und müssen ihre Familie und ihr Heim zurücklassen. Jin-Tae, der ältere der Brüder, versucht seinen jüngeren Bruder vor jeder Gefahr zu schützen, indem er sich schützend vor ihn stellt und jede noch so gefährliche Situation auf sich nimmt.

Bild 1 zu Brotherhood
Zunächst gute Freunde, bestimmt bald Eifersucht das Verhältnis der Brüder.

Dabei steigen sein Ruf und seine Position unter den Soldaten schnell auf - sein Charakter ändert sich aber dadurch. Dabei zerbricht das Verhältnis zwischen den Brüdern mehr und mehr und Jin-Seok beginnt sich zu fragen, ob sein älterer Bruder nicht doch aus egoistischen Machtgründen handelt.

Kritik:


Nach seinem gigantischen Erfolg mit dem famos inszenierten Action-Blockbuster „Shiri“ hat der südkoreanische Star-Regisseur Je-gyu Kang ganze fünf Jahre gebraucht, um seinen nächsten Film in die Kinos zu bringen. Aber das ist auch kein Wunder, wartet das 148-minütige Kriegs-Epos „Brotherhood“ doch auch mit einigen der beeindruckendsten Schlacht-Sequenzen auf, die es bisher im Kino zu sehen gab – selbst vor der legendären Normandie-Landung in Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ muss man sich, auch wenn dessen Qualität natürlich nicht ganz erreicht wird, bei Leibe nicht verstecken. Und wenn man sich dann noch überlegt, dass der Film mit einem Budget von nur knapp 13 Mio. Dollar gerade einmal an das einer amerikanischen Teen-Comedy heranreicht, kann man zumindest was die Bilderflut angeht, eigentlich nur bedächtig applaudieren.

Bild 2 zu Brotherhood
Jin-Tae muss eine Medaille bekommen, um seinen Bruder helfen zu können.

Leider hat sich Kang aber zu sehr in seine ausufernden Schlachten und aufwendigen 50er-Jahre-Sets verliebt, stellt er die Entwicklung seiner Figuren doch voll in den Dienst seiner eigenen Inszenierungswut. So bleibt die Geschichte, die bei einer Minute Handlung auf mindestens fünf Minuten hämmernder Kriegsaction sowieso schon zu kurz kommt, bis auf wenige Szenen platt und uninteressant. Nur wenn Jin-Tae, um seinen kleinen Bruder nach Hause schicken zu können, zu einem monströsen Schlächter mutiert, der gefangen genommene nordkoreanischen Soldaten mit einer scheinbar unendlichen Kaltblütigkeit hinrichten lässt, bekommt die Geschichte eine differenziertere Ebene hinzu. In diesen Momenten wagt der Film kurzzeitig Mutiges, bewegt er sich doch weg von falschen Heldenpathos und verlogenem Nationalbewusstsein und übt stattdessen bitterböse Kriegs-Kritik.

Bild 3 zu Brotherhood
In den Wirren des Krieges ist es schwer, die Übersicht zu behalten.

Aber irgendwann haben die Macher scheinbar Angst vor ihrer eigenen Courage bekommen und sind schleunigst zurückgerudert. Die Art und Weise, wie dabei die kritische Haltung des Films zu einer 08-15-Heldensaga umgebogen wird, ist mehr als fragwürdig. Jin-Tae ist für seine Medaille, die die Rettung seines Bruders bedeuten würde, schon über so viele Leichen gegangen, dass Jin-Seok sich von ihm eigentlich gar nicht mehr helfen lassen will, ihn sogar abgrundtief hasst. Als Jin-Tae aber in nordkoreanische Gefangenschaft gerät und dort zu einem Kommunisten mutiert (es wird nicht explizit gezeigt, aber eine perfide Art der Gehirnwäsche!!! wird zumindest angedeutet), macht sich sein kleiner Bruder auf, diesmal seinen früheren Beschützer zu retten. War Jin-Seok zuvor noch derjenige, der dem Kriegstreiben zumindest mit gemischten Gefühlen gegenüberstand und so den Film für den aufgeklärten Zuschauer noch im erträglichen Rahmen hielt, stürzt er sich nun mit soviel Pathos, Heldenmut und auch blinder Gewalt in die Rettungsaktion, dass man spätestens hier den ganzen Film nicht mehr sonderlich ernst nehmen sollte.

Bild 4 zu Brotherhood
In Punkto Pathos kann "Brotherhood" selbst "Pearl Harbour" das Wasser reichen.


Sollte man sich den Film aber nun ansehen oder nicht. Für Fans von „Pearl Harbor“ oder ähnlich eindimensionalen Kriegfilmen wird auch „Brotherhood“ genug zu bieten haben. Für Freunde der südkoreanischen Filmszene ist „Brotherhood“ hingegen sogar ein Muss – zum einen, weil Je-gyu Kang einer der wichtigsten Regisseure des Landes ist, zum anderen, weil er wunderbar das Selbstverständnis der Südkoreaner aufzeigt: Sie mögen die Nordkoreaner nun einmal nicht besonders. Den durchschnittlichen Kinogänger hingegen sollten das übertriebene Nationalbewusstsein und die endlosen, sehr blutigen Kriegssequenzen eher davon abhalten, sich gerade für diesen Film zu entscheiden - ist „Brotherhood“ zum Schluss dann nämlich doch nicht mehr als eine südkoreanische Variante eines Jerry-Bruckheimer-Streifens: Es gibt Eye-Candy ohne Ende, aber seinen Kopf sollte man lieber zu Hause vergessen.

Fazit:


Mit ihren epochalen Bildern braucht die Inszenierung von „Brotherhood“ den Vergleich mit teureren Hollywood-Produktionen nicht zu scheuen, aber leider kommt der Film auch mit zuviel Pathos und übertriebenem Kitsch daher.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

27.03.2006

Aufgerufen:

8954 Mal

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Weitere Kritik:

keine vorhanden


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